Cavias "Van Barnim" - est. 1989

Unsere Erfahrungen in der Zucht, dieser noch jungen Rasse


Als wir 2012 die ersten Tiere mit California Zeichnung importieren konnten, war nicht viel bekannt. Auch den Züchtern im Heimatland war nicht klar, wie diese Zeichnung vererbt und was die Besonderheiten bei der Zucht sind. Das liegt vor allem darin begründet, dass in Südamerika Meerschweinchen nur bedingt auf Farbe gezüchtet werden. Größerer Fokus liegt hier eindeutig in schnellem Wuchs und Fleischansatz mit einer Präferenz für unpigmentierte Haut. Da Californias eine Pigmentierung der Körperenden mit Schwarzfärbung der Haut aufweisen, scheiden sie als Tiere für den menschlichen Verzehr vielfach aus und werden auch in Peru oftmals nur als Maskottchen gehalten, aber nicht gezielt gezüchtet. Sie tauchen hier und da in den Zuchtanlagen auf. das machte es uns auch schwer, die richtigen Tiere für den Export zu finden…

Über Art und Weise der Vererbung wurden zahlreiche Vermutungen angestrengt, die nach unserem derzeitigen Kenntnisstand jedoch alle nicht richtig waren. Bei dem Gen für diese besondere Zeichnung handelt es sich um ein ganz neuartiges Gen, welches dominant vererbt, auf jeder bekannten Farbe zu züchten ist und deren Ausprägung den genetischen Gesetzen unserer derzeit bekannten Farben folgt, soll heißen dass die Abzeichenfärbung immer in einer Farbe der Schwarz-Reihe (Schwarz, Schokolade, Slate Blue, Lila, Beige) auftritt. Dieses Gen ist so dominant, dass es selbst in Anwesenheit des Extension-Faktors, der sämtliches Schwarzpigment unterdrückt, zur Ausprägung kommt.

Es ist uns gelungen Tiere mit dieser Zeichnung in Rot, Buff, Creme, Weiß mit dunklen Augen, Goldagouti und Schildpatt zu züchten, man kann sich sicher vorstellen, wie überrascht wir waren.

Die Ausfärbung dauert ca 8-12 Wochen und variiert auch danach in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur.

Interessanter Weise scheint es eine spalterbige und eine reinerbige Form zu geben. Bei der spalterbigen handelt es sich um die der Himalayazeichnung ähnlichen Variante.

Als Nebeneffekt des Imports der ersten Californias haben wir zudem ein weiteres Gen importiert: Ein dominantes Gen das zu Polydaktylie (Vielzehigkeit) führt und bei den Meerschweinchen zum Teil Vorderfüße mit bis zu 8 Zehen und Hinterfüße mit bis zu 7 zeigt. Die Tiere mit diesen Füßen sind in keiner Weise eingeschränkt, jedoch scheinen sie auch keinen größeren Nutzen davon zu tragen. Es ist nur eine Erwähnung wert. Ab und an werden wir auch Tiere mit solchen Füßen abzugeben haben, es sind aber ganz normale Meerschweinchen.

Da wir noch ganz am Anfang stehen, werden die Erkenntnisse, die wir durch die Zucht dieser wunderschönen Tiere gewinnen, stetig erweitert.
Site logo

Cavies since 1989

Californias
- dunkeläugige Himalayas -
endlich in Europa. Erstimport aus Peru 2012


Californias
- dark eyed Himalayans -
in Europe since 2012